|
Artikel von Günter Dehne - Betreiber der Website:
Geburtstag Geschenke-Portal DEHNE
Eingestellt am 31.12.2007
Bungee Jumping - Ich hatte echt Schiß
Das folgende Interview habe ich im Herbst 2007 bei ein paar Flaschen Bier mit einem Freund geführt, der kurz zuvor das erste Mal in seinem Leben einen Bungeesprung durchgeführt hat.
Im folgenden sollen Sie erfahren, was er bezüglich dieses außergewöhnlichen Erlebnisses zu berichten hat und wie er dieses Erlebnis empfunden hat.
Der persönlichen Daten des Interviewpartners werden zum Schutz der Persönlichkeitsrechte anonymisiert, so wird er in Folgenden lediglich "Mike" genannt.
Dään: Hallo Mike, Du hast Dich ja vor Kurzem an einem Gummiseil gefesselt in die Tiefe gestürzt. Wie kamst Du auf die Idee so etwas Ausgefallenes, wie Bungee Jumping, zu probieren.
Mike: Ach, weißt Du, ich muß mir halt ständig selber etwas beweisen. Vielleicht liegt es daran, dass ich ja schon in ein paar Jahren schon Fünfzig werde und mir nicht eingestehen will, dass ich alt werde. Durch solche Aktionen beweise ich mir, das ich noch in der Lage bin Herausforderungen zu bestehen.
Dään: Wo genau siehst Du denn die Herausforderung bei einem Bungeesprung?
Mike: Die Herausforderung liegt hauptsächlich darin, seine Angst überwinden zu können und sich etwas zu trauen, was nun wahrlich nicht alltäglich ist. Da ich vorher in meinem Leben schon einige Herausforderungen, wie zum Beispiel mein Marathonlauf vor einigen Jahren, bestanden habe und Bungee Jumping mich schon immer gereizt hat, war das wohl die logische Konsequenz, das ich Bungee Jumping mal probieren muß.
Dään: Du bist für den Sprung ja extra nach Hamburg gefahren, um dich dort von einem Hafenkran zu stürzen. Gab es keine andere Möglichkeiten für einen Bungeesprung, die vielleicht örtlich etwas näher gewesen wären?
Mike: Klar hätte es da andere Möglichkeiten gegeben. Bungee springen kann man mittlerweile ja schon auf vielen Jahrmärkten. So etwas hätte mich aber nicht so sehr gereizt, da ich dann das Gefühl gehabt hätte, nur bei einem "Massenerlebnis" mitgemacht zu haben. Mit dem Sprung von dem Hafenkran in Hamburg hatte ich jedoch ein etwas exklusiveres Erlebnis, dass ich dann ja auch gleich mit einem Kurzurlaub verbunden habe. Das fand ich irgendwie besser.
Dään: Wie ging es Dir denn, als Du mit dem Zug nach Hamburg gefahren bist?
Mike: Ich war natürlich außerordentlich nervös. Ich habe permanent an den bevorstehenden Sprung gedacht und hatte auch richtig Schiß davor. Ich habe mich teilweise selber verflucht, dass ich dieses Erlebnis über Internet gebucht hatte und habe zeitweise auch mit dem Gedanken gespielt, das Ganze noch wieder abzublasen.
Dään: Wenn Du Schiß hattest, warum hast Du es dann nicht einfach abgeblasen?
Mike: Weil ich mit dem Gefühl, eine echte Herausforderung nicht bewältigt zu haben, nicht klar gekommen wäre. Mir war völlig bewußt, dass dieses "Gefühl des Versagens" mit Sicherheit Schlimmer gewesen wäre, als meine Angst vor dem Bungeesprung.
Dään: Wie hast Du es denn geschafft, Deine Angst letztlich zu überwinden?
Mike: Durch Ablenkung. Ich habe ständig versucht, mich auf etwas Anderes zu konzentrieren. In meinem Zugabteil saß zum Beispiel eine sehr attraktive jung Frau, wenn ich die Frau (unauffällig) angesehen habe, gelang es mir teilweise ganz gut, meine Gedanken vom Bungeesprung abzulenken. Die Frau wäre sicher heute noch sauer, wenn sie wüßte, dass sie eine beruhigende Wirkung auf mich hatte. Ich denke normalerweise wird sie eher eine gegenteilige Wirkung gewohnt sein.
Dään: Na ja, sie wird es sicherlich nie erfahren. Wie war es denn, als Du schließlich im Hamburger Hafen angekommen warst, war Deine Nervosität und Angst da auf dem Höhepunkt?
Mike: Ja und Nein. Zuerst ja, als ich dann schließlich von dem Team des "Erlebnisanbieters" empfangen wurde, hat es sich dann gelegt. Die Leute scheinen Erfahrung damit zu haben, dass ihre Kunden sehr nervös sind und haben mich mit vielen Infos derartig abgelenkt, dass ich meine Angst und Nervosität fast ganz vergessen konnte.
Dään: Und wie war das direkt vor Deinem Bungeesprung?
Mike: Da pumpte mein Herz natürlich auf Hochtouren, aber an ein "Zurück" habe ich nicht mehr gedacht, ich habe mich dann einfach, im wahrsten Sinne des Wortes, in das Abenteuer hinein gestürzt.
Dään: Was ging Dir durch den Kopf, als Du in die Tiefe gestürzt bist?
Mike: Das kann man mit Worten kaum beschreiben. Ich kenne höchsten ein Wort, was halbwegs passen würde und dieses Wort ist "Geil".
Dään: Und danach, wie ging es Dir danach?
Mike: Wahnsinnig gut. Zunächst einmal war ich noch überwältigt von den Sprung selber. Außerdem war ich mit mir selber sehr zufrieden, dass ich diese Herausforderung gemeistert habe. Wie soll ich sagen, ich hatte einfach das Gefühl, "jetzt kann mir keiner mehr etwas" und bin danach mit einer Art: "Dauergrinsen" durch die Gegend gelaufen. Und, obwohl das Ganze jetzt schon ein paar Wochen her ist, ist dieses positive Gefühl immer noch nicht ganz verschwunden.
Dään: Du würdest es also auf jeden Fall wieder machen?
Mike: Ich denke schon. Aber, wie ich mich kenne, brauche ich bald wieder eine ganz neue Herausforderung. Was das sein wird, weiß ich noch nicht. Vielleicht Fallschirmspringen, mal sehen.
Dään: Na ja, da laß ich mich mal überraschen. Vielen Dank für Deine Schilderungen.
Mike: Kein Thema. Jetzt rück aber mal wieder ein Bier raus!
Dään: O.K.
Anmerkung:
Wenn Sie selber einmal ein ähnlich aufregendes Abenteuer, wie "Bungee Jumping" erleben wollen, bzw. jemandem ein solches Erlebnis als Gutschein schenken möchten, dann schauen Sie sich doch einmal meine Zusammenstellung bez: "Erlebnisgeschenke" an.
|
|